7 Fehler beim Hausverkauf, die Eigentümer in Salzburg-Umgebung Geld kosten

22.10.2026, 09:30
Zu hoher Preis, fehlender Energieausweis, Besichtigungen mit jedem: Die häufigsten Fehler beim Hausverkauf im Flachgau und Innviertel – und wie Sie sie vermeiden.

Lesezeit ca. 4 Minuten · Von Gerhard Schmidt, Immobilientreuhänder

Das Wichtigste in Kürze
  • Die teuersten Fehler passieren vor dem ersten Inserat: beim Preis, bei den Unterlagen, bei der Auswahl der Interessenten.
  • Ein zu hoher Startpreis kostet am Ende meist mehr als ein realistischer.
  • Energieausweis und Immobilienertragsteuer vorab klären – sonst wird es teuer oder langsam.

Ein Haus verkauft man meist nur einmal im Leben – und die meisten Fehler passieren nicht beim Notar, sondern ganz am Anfang. Aus über 35 Jahren Hausverkäufen im Flachgau und im Innviertel: die sieben Fehler, die Eigentümer am häufigsten Geld kosten.

Die 7 Fehler im Überblick

  1. Den Preis aus Inseraten ableiten. Was auf den Portalen steht, sind Wunschpreise. Was bezahlt wird, sieht man dort nicht. Wer vom Nachbarinserat abschreibt, setzt fast immer zu hoch an. Die Basis muss eine Bewertung auf Grundlage echter Verkäufe in Ihrer Gemeinde sein.
  2. Zu hoch starten – „runter geht immer“. Die ersten zwei bis drei Wochen am Markt sind die wichtigsten, dann sehen alle vorgemerkten Interessenten Ihr Haus. Ist der Preis zu hoch, klicken sie weiter. Spätere Preissenkungen wirken wie ein Makel, und Käufer verhandeln von einer stärkeren Position aus.
  3. Ohne Energieausweis inserieren. In Österreich müssen Heizwärmebedarf und Gesamtenergieeffizienz-Faktor schon im Inserat stehen, der Ausweis spätestens beim Vertrag vorliegen. Wer ohne startet, riskiert eine Verwaltungsstrafe und verliert Zeit.
  4. Besichtigungen mit jedem, der anruft. Ein Drittel der Anfragen kommt von Menschen, die nie kaufen werden: Neugierige, Nachbarn, Träumer ohne Finanzierung. Wer vorab nach Finanzierung und Zeitplan fragt, spart Wochen.
  5. Vor dem Verkauf noch groß sanieren. Das neue Bad für 25.000 Euro bringt selten 25.000 Euro mehr. Was sich fast immer lohnt: entrümpeln, kleine Reparaturen, frische Wände, gepflegter Garten.
  6. Die Immobilienertragsteuer vergessen. Gewinne aus dem Verkauf können steuerpflichtig sein. Bei Hauptwohnsitz oder selbst errichteten Häusern gibt es Befreiungen – aber nur, wenn die Voraussetzungen passen. Vor dem Verkauf kurz mit dem Steuerberater sprechen.
  7. Den ganzen Ort einweihen. In kleineren Gemeinden spricht sich ein Verkauf schnell herum – und plötzlich „müssen“ Sie verkaufen. Das schwächt Ihre Verhandlungsposition. Wer Diskretion will, bietet sein Haus ohne öffentliches Inserat direkt an vorgemerkte Interessenten an.
Faustregel: Erst Unterlagen und Preis, dann das Inserat. Umgekehrt kostet es fast immer Geld.

Was ein guter Ablauf stattdessen so aussieht

Bewertung vor Ort, Unterlagen komplett, Energieausweis im Haus, Preis mit Verhandlungsspielraum – und erst dann Fotos, Exposé und Vermarktung. Besichtigungen nur mit vorqualifizierten Interessenten, Verhandlung mit geprüfter Finanzierung, Abwicklung über Notar und Treuhand. Wie das mit uns konkret läuft, lesen Sie unter Haus verkaufen in Salzburg-Umgebung & Innviertel.

Fazit

Die teuersten Fehler passieren vor dem ersten Inserat: beim Preis, bei den Unterlagen und bei der Frage, wer das Haus überhaupt zu sehen bekommt. Wer diese drei Punkte sauber löst, verkauft schneller – und meist zu einem besseren Preis.

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